Gemmologie

Diamant

Diamant

Korund

Rubin

Saphir

Padparadscha

Chrysoberyll

Chrysoberyll

Chrysoberyll – Katzenauge

Alexandrit

Alexandrit – Katzenauge

Spinell

Pleonast

Gahnit

Ganospinell

Rubicell

Hercynit

Picotit

Topas

Topas

Beryll

Smaragd

Aquamarin

Goldberyll

Heliodor

Roter Beryll ( Bixbit )

Morganit

Goshenit

Granat

Pyrop

Rhodolith

Almandin

Spessartin

Grossular

Hessonit

Leukogranat

Tsavorit

Hydrogrossular

Grossularfels

Demantoid

Andradit

Uwarowit

Melanit

Topasolith

Zirkon

Starlit

Hyazinth

Jargon

Turmalin

Verdelith

Rubbelit

Achroit

Dravit

Indigolith

Siberit

Schörl

Elbait

Uvit

Spodumen

Hiddenit

Kunzit

Peridot

Chrysolith – Olivin – Peridot

Zoisit

Tansanit

Thulit

Anyolit

Quarz

Bergkristall

Amethyst

Citrin

Rosaquarz

Rauchquarz

Prasiolith

Aventurin

Blauquarz

Prasem

Tigerauge

Quarz – Katzenauge

Falkenauge

Quarz - Achate – Chalcedone

Karneol

Sarder

Sardonix

Chrysopras

Silex

Jaspis

Achate

Opal  ( Quarz )

Milchopal

Schwarzopal

Boulder – Opal

Gemeiner Opal

Feueropal

Jade

Jadeit

Nephrit

Chloromelanit

Jadealbit

 

 

Garantieleistungen bei Edelsteinen

 

Es sollte immer folgendes beachtet werden:

Wenn ein Stein im Kundendienst z.B. nachpoliert oder nachgeschliffen werden soll, und der Stein einen größeren Wert besitzt, sollte sich der Auftragnehmer (Juwelier oder beauftragte Edelsteinschleiferei) vom Besitzer einen Revers unterschreiben lassen, welcher besagt, daß man für einen evtl. Schaden, der auch bei größter Sorgfalt beim nacharbeiten auftreten kann, nicht  haften kann.

 

Aufträge, bei denen eine Nacharbeitung des Steines zu risikoreich ist, sollte man möglichst ablehnen, oder nur unter allen Vorbehalten annehmen.

 

Beim Kauf von Edelsteinen sollte der Weiterverarbeiter für jeden einzelnen Stein das genaue Gewicht, die Form, die Größe und unter Umständen auch die Dicke festhalten. Auch sollte der Lieferant feststehen, damit im Falle einer auftretenden Schwierigkeit auf diesen zurückgegriffen werden kann.

 

Ohne diese Einzelheiten, welche auch auf der Rechnung vermerkt werden sollten, kann es passieren, daß der Lieferant nicht anerkennt, daß der Stein von ihm bezogen wurde. Es wird aber nicht immer möglich sein,  die genauen Angaben wie vorstehend festzuhalten, z.B. wenn der Stein schon in einer

Fassung ist. In diesem Falle sollten die Angaben soweit wie möglich festgehalten werden, damit die Identität des Steines, auch wenn die Werte nicht so genau sind, festgestellt werden kann.

 

Beim Kauf von Edelsteinen ist es auch wichtig, daß diese Firmen regressfähig sind, d.h. daß man sie verantwortlich machen kann.

 

Sehr oft werden Steine von Firmen oder Personen angeboten, die nur fakultiv in der Branche tätig sind, z.B. von Urlaubern, die sich die Reise verdienen wollen, wenn sie eine solche in Edelsteinursprungsländern machen. In vielen Fällen stellt sich später heraus, daß die Steine nicht echt sind, oder weit überteuert, ohne daß man einen Schadensersatzanspruch stellen kann.

 

Beispiele dieser Art können in beliebigen Mengen angeführt werden. Es erscheint deshalb empfehlenswert, daß nur vom traditionellen Fachhandel gekauft wird, der immer wieder seinen Ruf verteidigen muß, oft über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehend.

 

Es ist wichtig, daß der Lieferant dem Käufer bei Rechnungsausstellung erklärt, ob der verkaufte Türkis gehärtet oder beschichtet, ob der Lapis- Lazuli behandelt, also gefärbt ist, oder ob der farbige Brillant eine Naturfarbe hat oder bombardiert ist, usw. Die Rechnung für den Kunden muß den Nomenklaturbestimmungen entsprechend abgefaßt sein.

 

Ist dies der Fall, kann es bei einem Rechtsstreit zu keinen Schwierigkeiten in der rechtlichen Behandlung kommen. Aber nicht allein des Rechtes wegen sollte eine Rechnung nach den Nomenklaturbestimmungen abgefaßt sein, sondern auch, um das Vertrauen in den Fachhandel zu stärken, welches immer mehr durch Außenseiter gestört wird.

 

Es kommen immer neue Synthesen und Imitationen auf den Markt und die Untersuchungen hierfür werden immer schwieriger, da die Hersteller darauf bedacht sind, dem Naturprodukt möglichst nahe zu kommen (z.B. Kashan-Rubine).

 

©  Nur zum persönlichen Gebrauch der Lehrgangsteilnehmer . Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung von Frank - J. Schupp

 

Um so wichtiger erscheint es, daß man Edelsteine nur von solchen Firmen bezieht, die traditionell im Edelsteinhandel sind und auch bleiben, und auf die man auch im Schadensfall zurückgreifen kann.

 

Es wird immer wieder kleine Schwierigkeiten geben, die oft durch Falschbehandlung von Edelsteinen entstehen, z.B. durch Säureeinfluß verfärben sich Türkise, Perlen verlieren dadurch an Glanz usw. In solchen Fällen ist zu beurteilen, ob man sich nicht auf dem Kulanzwege, vielleicht in Verbindung mit dem Lieferanten, mit dem Kunden einigt, oder ob man einen Rechtsstreit riskiert, wenn es sich vielleicht um Kunden handelt, die sich auf solche Rechtsstreitereien spezialisiert haben.

 

Oft ist der kleine Verlust der beste Kundendienst, indem man dem Kunden kostenlos Ersatz stellt

(z.B.  beim Verlust eines Steines aus einem Schmuckstück nach kurzem Tragen).

 

Es gibt keine absolute Norm für die Garantiepflicht, jedoch erscheint in vielen Fällen Großzügigkeit geboten, sowohl vom Edelsteinlieferanten, dem Wiederverkäufer und vielleicht auch dem Endkäufer.

 

 

Die Empfindlichkeit der Edelsteine

 

Wie empfindlich sind die einzelnen Edelsteine ?

 

Mit dieser Frage werden der Edelsteinschleifer, der Goldschmied und der Fasser täglich konfrontiert und erst im Laufe vieler Jahre, aber auch vieler Enttäuschungen, stellt sich die Erfahrung ein, die Fehler und Verluste vermeiden hilft.

 

Grundsätzlich ist ein sorgsamer Umgang mit den wertvollen Edelsteinen anzuraten, denn es gibt viele Fallen, die sich einem in den Weg stellen.. Und solche Fallen sind vor allem die Spaltbarkeit (z.B. Kunzit, Topas), die Sprödigkeit (.z.B. Zirkon), die Zerbrechlichkeit (bestes Beispiel Opal), die Hitzeempfindlichkeit (z.B. Jadeit, Lapilazuli, Smaragd), die Lichtempfindlichkeit (z.B. Türkis). Aber auch Ultraschallbäder sind nicht in jedem Fall ratsam. Um das zu verstehen, braucht man sich nur einmal im Mikroskop einen Farbedelstein anzusehen. Im Gegensatz zum Diamant, wo der Wert sehr stark von der Reinheit, die genau mit der Lupe begutachtet wird, abhängt, sind bei den Farbsteinen Einschlüsse die Regel. Hier wird nicht so eine feine Unterteilung vorgenommen und man ist schon froh, wenn die Einschlüsse nicht mit dem Auge gesehen werden. Einschlüsse werden deshalb nicht so stark bewertet wie beim Diamant und wenn man einen Farbstein im Mikroskop genauer beschaut, dann wird man in den meisten Fällen irgendwelche inneren Merkmale wie Hohlräume, Luftblasen, Spaltrisse, Flüssigkeitseinschlüsse und natürlich Kriställchen erkennen. Der Nachteil solcher Einschlüsse ist nun natürlich, daß alle diese Einschlüsse eine Art Sollbruchstelle sind. Deshalb sollten Farbedelsteine grundsätzlich sorgfältig, und auch ihrem Wert angemessen, behandelt werden!

 

D i a m a n t

Gegenüber großer Hitze muß der Diamant geschützt werden, denn ab etwa 700 Grad Celsius (noch unterhalb des Schmelzpunktes von Silber) kann er verbrennen oder er bekommt eine milchigtrübe Färbung. Deshalb muß der Diamant, bevor er mit Feuer in Berührung kommt, sorgfältig mit Borsäurepulver abgedeckt werden, um ihn vom Sauerstoff fernzuhalten. Der Diamant besitzt auch eine recht gute Spaltbarkeit nach den Oktaederflächen und darf deshalb nicht allzu großem Druck ausgesetzt werden. Gegenüber Säuren ist er vollkommen unempfindlich und nicht angreifbar.

 

K o r u n d (Rubin und Saphir)

Er ist einer der unempfindlichsten Steine, da er neben der großen Härte auch kaum spaltbar ist. Ebenso macht ihm Hitze nicht viel aus. Da aber Rubine und Saphire häufig Flüssigkeitseinschlüsse

 

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enthalten, ist trotzdem Vorsicht gegenüber dem Feuer geboten. Das gilt vor allem für kleinere Steine,

denn die Flüssigkeit dehnt sich in der Hitze aus und kann den Stein springen lassen. Auf jeden Fall müssen sie gut mit Borax eingepinselt werden. Gegenüber Säuren ist der Korund unempfindlich.

 

S m a r a g d

Sehr empfindlich gegen Druck und Hitze. Diese Empfindlichkeit rührt von den vielen Einschlüssen, vor allem den Flüssigkeitseinschlüssen her, denn der Smaragd ist einer der Edelsteine mit den meisten Einschlüssen. Nur in sehr seltenen Fällen ist er lupenrein. Es kann auch passieren, daß er schon im Ultraschall zerspringt, mit Säure sollte man ihn ebenfalls nicht in Verbindung bringen.

Viele Smaragde und Rubine sind heutzutage gefettet und zwar so gut, daß dies auch für den Fachmann nicht immer leicht erkennbar ist. Deshalb grundsätzlich Vorsicht bei diesen Steinen mit Hitze und Ultraschall, da das Fett nicht fest, sondern nur lose im Stein ist. Die Steine werden dann heller.

 

A q u a m a r i n und sonstige Berylle

Nicht ganz so empfindlich wie Smaragd, da sie in der Regel weniger Einschlüsse enthalten . Doch auch hier Vorsicht vor heißen Säuren und Erhitzung.

 

C h r y s o b e r y l l

Der Chrysoberyll  mit den Abarten Alexandrit und Katzenauge ist beim Verarbeiten sorgfältig zu behandeln, denn Stoß, Druck, Säure und Hitze verträgt er nicht. Es ist besser, ihn vor der

Verarbeitung auszufassen. 

 

S p i n e l l

Tragefreundlich und unempfindlich bei der Verarbeitung.

 

T o p a s

Ein recht empfindlicher Stein, vor allem gegenüber Druck, denn der Topas besitzt eine vollkommene Spaltbarkeit nach der Längsrichtung. Dazu kommt noch, daß er ziemlich spröde ist, und deshalb leicht ausbricht. man darf also beim Fassen nicht zu straff und hart zudrücken.

In der Hitze verändern Topase die Farbe, deshalb muß er bei Reparaturen ausgefasst werden.

 

T u r m a l i n

Besitzt zwar keine Spaltbarkeit, ist aber dennoch empfindlich gegen Stoß und Druck. Der Grund liegt darin, daß fast alle Turmaline zur Farb- bzw. Brillanzverbesserung ziemlich hoch bei etwa 680 Grad Celsius gebrannt werden. Dadurch besitzen sie innere Spannungen, die es unbedingt geraten lassen, Turmaline bei Reparaturen stets auszufassen.

 

Z i r k o n

Besitzt zwar fast  keine Spaltbarkeit, hat aber dennoch schlechte Trageigenschaften, weil er außerordentlich spröde ist und vor allem an der Rundiste gerne ausbricht. Deswegen muß man ihn auch bei der Verarbeitung mit Sorgfalt behandeln. Wird von Schwefelsäure angegriffen.

 

G r a n a t

Die verschiedenen Granate besitzen zwar keine Spaltbarkeit,  doch ist ihre Widerstandskraft gegen Bruch und Aussplittern nur mittelmäßig. Deshalb sollte man ihn immer ausfassen und vor allem auch vor zu starker Hitze schützen.

 

 

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J a d e

Die wertvolle Jade, der Jadeit, ist empfindlich gegen Feuer, denn dünnere Stücke können vor dem Lötrohr schmelzen. Man sollte ihn auch nicht in Beize legen, da die Oberfläche etwas porös  ist. Nephrit ist beim Verarbeiten unempfindlich, wird aber im Feuer schwarz und unansehnlich.

 

 

F e l d s p a t

Alle Feldspate wie Mondstein, Labradorit, Amazonit, Sonnenstein, Orthoklas, usw. spalten leicht, sind spröde und sollten deshalb bei Reparaturen zuerst ausgefaßt werden.

 

Q u a r z

Die Quarze besitzen keine Spaltbarkeit, sie brechen immer muschelig. Trotzdem sollte man beim Fassen vorsichtig sein, denn feine Kanten oder dünn geschliffene Rondisten splittern leicht. Nur Flußsäure greift Quarz an. Vor allzu großer Hitze sind die Amethyste zu schützen, über 400 Grad Celsius können sie ihre Farbe verändern. Chrysopras muß man unbedingt von großer Hitze fernhalten; bei ihm kann schon eine schwache Hitze die Farbe verändern.

 

O p a l

Zum Fassen ist er der schwierigste und empfindlichste Stein überhaupt, denn er ist hitze- druck- und säureempfindlich. So ist es z.B. gut, für die unmittelbare Fassung 900er Gold zu nehmen. Opal darf auf keinen Fall in Beize, Säure oder Lauge gelegt werden. Wichtig ist auch zu wissen, daß Opale bei zu trockener Lagerung Wasser verlieren und rissig werden. Um dieser Verdunstung vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Opale mit chemisch reiner Vaseline zu bestreichen, damit die austrocknende Luft nicht in den Opal eindringen kann. Opale mit Rissen und Sprüngen legt man am besten in reines Walratöl oder in Wasser, das kalt sein muß. Dann erwärmt man vorsichtig auf 60-70 Grad C, bis sich der Stein vollgesaugt hat und läßt dann ganz langsam abkühlen. Opale deren Farbenspiel etwas verblaßt ist, packt man in feuchte Watte oder legt sie in eine rohe Kartoffel ein. Mit diesen alten Hausmittelchen wird dem Stein wieder Wasser zugeführt.

 

La p i s L a z u l i

Dieser geschätzte Edelstein ist sehr vorsichtig zu behandeln, da er recht leicht bricht, splittert oder ausspringt. Die Farbe ist lichtempfindlich und er darf deshalb nicht mit Hitze in Verbindung gebracht werden. Äußerst empfindlich ist Lapis auch gegenüber Säuren und Salmiak (Rhodiumbad).

 

T ü r k i s

Einer der empfindlichsten Steine, nicht nur gegen Druck und Hitze, sondern vor allem gegen Hautschweiß, Cremes, Parfüm, Seife und Schmutz, denn der Türkis ist porös. Er sollte nie mit ätzenden Flüssigkeiten und Salmiakgeist in Verbindung gebracht werden. Da es vor allem häufig passiert, daß Kosmetika und Schweiß den Türkis in der Farbe verändern, empfiehlt es sich, für diesen Stein eine geschlossene Fassung anzufertigen. Türkise sind außerdem meist auch noch lichtempfindlich, deshalb sollte man sie nicht tagelang in der Sonne liegen lassen. Kostbaren Türkisen schadet es nicht, wenn sie hin und wieder einige Zeit in klares Wasser gelegt werden.

 

M a l a c h i t

Von den Trageigenschaften nicht sehr geeignet, da er neben der großen Säureempfindlichkeit mit Härte 4 auch noch ein sehr weicher Edelstein ist. Man sollte ihn vor Stoß, Druck, Fall und Hitze bewahren. Wie beim Türkis ist auch für ihn eine geschlossene Kastenfassung besser. 

 

R h o d o c h r o s i t

Für ihn gilt das gleiche wie für den Malachit

 

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H ä m a t i t (Blutstein)

Ein sehr unempfindlicher Stein, den man wegen seines hohen Eisengehaltes nur vor Säuren schützen muß.

 

B e r n s t e i n

Ist außerordentlich spröde und springt leicht. Er ist empfindlich gegen Säure, Laugen und Hitze. Falls Bernstein gesprungen ist, kann man ihn mit Mastixleim oder Ätzkalilauge wieder zusammenkitten. Der Mastix wird ganz fein gepulvert und mit etwas Leinöl erwärmt und zusammengeschmolzen. Diesen Kitt trägt man warm auf (beide Teile müssen gleichmäßig warm sein; nicht an Flamme erwärmen, nur durch reiben) und preßt nach dem Auftragen fest zusammen. Nach 24 Stunden Trocknungszeit kann man polieren. Man kann aber auch die Bruchstücke mit Ätzkalilauge befeuchten und dann ganz fest zusammendrücken. Anschließend wird nach dem Trocknen ebenfalls poliert. Zu beachten und dem Kunden vorher mitzuteilen ist auch noch, daß älterer, dunkel gewordener Bernstein beim Aufpolieren wieder heller wird, da die nachgedunkelte Schicht nur ganz dünn ist.

 

K o r a l l e

Wie Malachit, Rhodochrosit und Perlen sind Korallen äußerst empfindlich gegen alle Säuren, da sie von diesen unter Aufschäumen recht schnell aufgelöst werden. Wie die eben genannten Steine hat auch die Koralle nur eine geringe Härte von 3-4 und ist deshalb vor harten Gegenständen, Hitze, Stoß und Druck unbedingt zu schützen. Stücke mit Rissen oder Sprüngen kann man an den schadhaften Stellen mit heißem Öl bestreichen. Gesprungene Teile klebt man am besten mit Uhu zusammen.

 

P e r l e

Für sie gilt das gleiche wie für die Koralle, denn die Perle liebt ebenfalls keine harten Gegenstände, Hitze oder Säuren. Perlen gehören neben Opal zu den empfindlichsten Edelsteinen überhaupt und müssen deshalb unbedingt pfleglich behandelt werden. Wie beim Türkis schadet ihnen Seife, Kosmetika, Cremes und Hautschweiß und läßt sie dann langsam matt und in der Farbe verändert werden. Wichtig ist auf jeden Fall, daß man ein- bis dreimal im Jahr die Perlen badet und vor allem vorsichtig mit einer weichen Bürste den Schmutz in der Nähe des Bohrlochs entfernt. Um den Glanz und Lüster zu erhalten, kann man die Perlen alle paar Jahre vorsichtig mit einem weichen Tuch, auf das man einige Tropfen Olivenöl geträufelt hat, einreiben. Wichtig ist auch, daß man Perlen vor zu großer Austrocknung schützt, d.h. man sollte sie nicht jahrelang im Safe aufbewahren oder zu lange in der Sonne liegen lassen.. Ebenfalls wichtig ist es, die Perlen einmal im Jahr auf einen neuen Seidenfaden aufzuziehen.

Durchgebohrte Perlen haben ein dünneres Bohrloch als aufgestiftete. Im letzteren Fall muß das Bohrloch bis schwach über die Mitte der Perle gehen. Perlen sind trocken zu bohren.

 

Zusätzliche Anmerkung

Die roten Steine und Saphir kann man in der Regel unbeschadet in das Feuer nehmen. Bei allen anderen Steinen muß dies unbedingt vermieden werden. Nimmt man einen Stein in das warme Ultraschallbad und holt ihn dann heraus, so muß man unbedingt vorher auf Zimmertemperatur abkühlen, bevor man ihn unter das kalte Wasser hält.

Alle kalthaltigen Steine (Malchit, Rhodochrosit, Perlen, Korallen sowie Türkis) dürfen nicht in das Rhodiumbad genommen werden, da sie oberflächlich spröde und verätzt, sowie grau und unansehnlich werden.